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All of You – Ein gefühlvoller Christian Grey

Hallo ihr lieben Menschen! Heute gibt es mal wieder eine Rezension von mir und zwar zu All of You von K.L. Kreig aus dem LYX-Verlag. Dies ist der zweite Teil einer Dilogie, wenn ihr also den ersten Teil noch lesen wollt, solltet ihr diese Rezension besser nicht lesen, denn ich kann nicht versprechen, dass ich es schaffe, den ersten Band nicht zu spoilern. Meine Rezension von All of Me findet ihr HIER. Natürlich werde ich den zweiten Band hier selbst nicht spoilern, aber meine Gedanken möchte ich trotzdem mit euch teilen, denn vor allem im Vergleich schneidet der zweite Band anders gut ab, wie der erste.

Autorin: K.L. Kreig | Seiten: 438 | Verlag: LYX | Preis: 12,90€ (eBook 9,99€)

Klappentext:
Es sollte rein geschäftlich sein: Geld gegen eine gespielte Beziehung, kein Sex und schon gar keine Gefühle. Doch je länger Shaw und Willow allen das glückliche Paar vorspielen, desto heißer brennt die Leidenschaft zwischen ihnen. Bis ein schreckliches Ereignis aus ihrer Vergangenheit aufgedeckt wird und alles gefährdet …

Rezension:
Der erste Band endete mit einem absolut fiesem Cliffhanger, denn Shaws und Willows Leben waren doch mehr miteinander verbunden, als die beiden zunächst dachten. In diesem Band geht es also darum, diese Vergangenheit hinter sich und nicht die Oberhand gewinnen zu lassen.

Ich muss gestehen, dass mir außer dem Ende und Sex, Sex und noch mal Sex nicht mehr viel im Kopf geblieben ist von All of Me. Und tatsächlich fing es auch genau so wieder in All of You an, was allerdings logisch ist, denn Shaws Denken wird sich nicht zwischen den beiden Bänden geändert haben. Dennoch konnte ich das ein oder andere Augenrollen nicht unterdrücken, denn er kommt doch teils zu den unpassendsten Momenten auf die Idee, Willow zu ihrem Höhepunkt zu treiben. Und ich gestehe, dass ich mich mit den ersten 150 Seiten aus diesem Grund auch schwergetan habe, aber dann kam die Wendung.

Die Story floss langsam ineinander, die Charaktere gewannen an Tiefe und vor allem passierte etwas. Während ich anfangs nur 30 Seiten am Stück lesen konnte, habe ich ab Seite 170 das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt und den „Rest“ einfach in einem Stück gelesen.

Beide Protagonisten machen eine Entwicklung in diesem Band durch. Während Willow lernt, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, sich ihren Problemen zu stellen und vor allem Shaw so richtigen Gegenwind zu geben, so wird unser Christian Grey aka Shaw Mercer zu einem weniger besitzergreifenden, herrischen Menschen. Ganz legt er diese Eigenschaften nicht ab, aber genau das finde ich gut, denn das würde nur bedeuten, dass Willow ihn komplett umgekrempelt hat. So jedoch hat sie ihm lediglich die Augen geöffnet, dass der Schlüssel zum Problem Vertrauen ist. Allgemein ist „Vertrauen“ der Schlüsselbegriff dieses Buches und auch wenn die Beziehung der beiden auf gewisse Art und Weise toxisch erscheint, so zeigt sie auch wichtige Aspekte auf.

Diese Dilogie ist definitiv nicht für jede*n etwas und ich kann nachvollziehen, wenn Shaws Verhalten einigen sauer aufstößt. Nicht umsonst habe ich ihn mit Christian Grey verglichen, aber im Großen und Ganzen betrachtet, macht er eine sehr wichtige Entwicklung durch. Wer sich auf viel Sex und einen besitzergreifenden Charakter einlassen kann, wird eine bedeutende Dilogie in diesen Büchern finden. Für mich sind die beiden nicht zu vergleichen mit den New Adult Romanen, die ich sonst in meinem Regal stehen habe, denn diese Geschichte ist irgendwie erwachsener und weit entfernt von einer College-Romanze. Dennoch konnte mich auch der zweite Band überzeugen und ich würde mir tatsächlich noch Bücher zu Noah und Sierra wünschen.

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten, wofür ich mich noch einmal herzlich bedanke. Dies hatte jedoch keine Auswirkung auf meine Rezension.

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