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Rezension – Wenn Donner und Licht sich berühren

Herzlich Willkommen zu Rezension Nummer zwei!

Ich habe soeben das Buch Wenn Donner und Licht sich berühren von Brittainy C. Cherry, welches im LYX Verlag erschienen ist, beendet und habe auch hier das Bedürfnis, meine Gedanken teilen zu wollen. Abgesehen von der Tatsache, dass es mich nur einen halben Abend und einen Morgen gekostet hat, es vollständig zu lesen, hat es in mir doch das ein oder andere Gefühl geweckt. Von „Wirklich?“ über „Das ist aber ein bisschen flott“ zu „Ich habe Tränen in den Augen“ war alles dabei.

Zum Inhalt:

Es geht um Jasmine und Elliot, welche in der Musik ihren sicheren Hafen gefunden haben. Jasmine, die in ihrer Freizeit von ihrer Mutter getriezt wird, Gesangs-, Ballett- und Schauspielunterricht zu nehmen, um mal ein Star zu werden, trifft an einem Nachmittag auf den unscheinbaren, schüchternen Elliot, der an einer Straßenecke auf seinem Saxophon Jazz-Musik spielt. Jasmine ist sofort in den Bann gezogen von der Musik und trifft am nächsten Tag im Gang der Schule auf Elliot, welcher gerade von anderen Mitschülern gemobbt wird. Durch seine unscheinbare Art hat Jasmine das Bedürfnis, ihn zu beschützen und die beiden freunden sich an. Im Verlauf des Buches spielt jedoch beiden ein Ereignis ins Leben, sodass sie voneinander getrennt werden und erst einige Jahre später wieder aufeinander treffen und ihre Erlebnisse versuchen zu verarbeiten.

 

„Ohne ihn hätte ich nie erfahren, was es bedeutete, jung und frei zu sein. Mein ganzes Leben lang hatte ich in einem Käfig gesessen, aber Elliot hatte die Tür geöffnet und mir erlaubt zu fliegen.“

 

Der Schreibstil des Buches hat mich anfangs etwas irritiert, da alles doch sehr kindlich geschrieben wird und Dialoge den Text dominieren. Dies legt sich jedoch, je weiter man in die Geschichte eintaucht und je mehr Zeit – auch im Leben der beiden Hauptfiguren – vergeht. Es scheint, als würde der Schreibstil parallel zu den Figuren erwachsen werden, was das Lesen unfassbar angenehm und fesselnd macht. Es fiel mir sehr schwer, das Buch abends weg zu legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht und wie sich die Beziehung der beiden zueinander, auch im Hinblick auf die Ereignisse, entwickelt. Auch wenn Geschichten wie diese sich eigentlich in den derzeitigen Regalen der Buchhandlungen tummeln, gibt’s hier die ein oder andere Überraschung, die ich so nicht erwartet hätte. Und so schnell sich die Ereignisse am Beginn des Buches abspielen, so bedacht und vorsichtig wird es zum Ende hin – auch hier wieder bezogen auf das Alter der Figuren und die Reife, die beide erlangt haben.

An manchen Stellen habe ich mich zwar gefragt, ob es nicht zu viel des Guten von gewissen Dingen war, aber das Gefühl legte sich immer sehr schnell, als ich weiter in der Geschichte vorankam. Wenn der Donner das Licht berührt ist zwar kein neuer Stern am Buchhimmel und definitv nichts super Außergewöhnliches, aber das Buch hat mich an den richtigen Stellen mitgerissen und zum Nachdenken angeregt. Wie bei allen guten Büchern habe ich mir auch hier gewünscht, dass es bitte nicht enden möge, weil ich irgendwie nicht wollte, dass die Magie, die ich zu beiden Figuren aufgebaut habe, endete.

Wer gern New Adult Bücher liest, Verbindungen zwischen Handlungen und Schreibstil liebt und mit Vergnügen in eine kleine Achterbahn der Gefühle steigt, der sollte dieses Buch defintiv lesen.

 

4,5 von 5 Sternen

 

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